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Ratgeber · 10 Minuten Lesezeit

Batterien entsorgen: Wo und wie Sie es richtig machen

Von Thomas Lange · Veröffentlicht am 05.03.2025 · Aktualisiert am 24.07.2026
Batterien entsorgen: Wo und wie Sie es richtig machen

Fast jeder Haushalt sammelt sie an: leere Fernbedienungs-Batterien, ein alter Handy-Akku, die Knopfzelle aus der Küchenwaage. Doch Batterien entsorgen ist mehr als eine Frage der Bequemlichkeit. Alte Batterien und Akkus gehören per Gesetz nicht in den Hausmüll, weil sie wertvolle Rohstoffe enthalten und zugleich ein echtes Sicherheitsrisiko darstellen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wo Sie Batterien kostenlos abgeben, wie Sie die verschiedenen Batterietypen richtig unterscheiden, warum Lithium-Akkus besondere Vorsicht verlangen und wann Sie sogar Geld zurückbekommen.

Warum Batterien nicht in den Hausmüll gehören

Batterien und Akkus sind kleine Chemiefabriken. Sie enthalten Schwermetalle wie Blei, Cadmium, Nickel und teils Quecksilber sowie in modernen Akkus Lithium und Kobalt. Landen sie im Restmüll, gelangen diese Stoffe über die Verbrennung oder die Deponie in Boden, Wasser und Luft. Gleichzeitig gehen wertvolle Rohstoffe verloren, die sich zu über 90 Prozent zurückgewinnen lassen. Deshalb ist die getrennte Sammlung in Deutschland verpflichtend.

Was das Batteriegesetz vorschreibt

Grundlage ist das Batteriegesetz, das seit 2024 durch das Batterierecht-Durchführungsgesetz (BattDG) abgelöst und an die europäische Batterieverordnung angepasst wurde. Für Sie als Verbraucher gilt daraus vor allem eine klare Regel: Altbatterien müssen getrennt gesammelt und zurückgegeben werden, sie dürfen nicht in den Hausmüll. Umgekehrt sind Handel und Hersteller zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet. Jeder Laden, der Batterien verkauft, muss gebrauchte Batterien der gleichen Art wieder annehmen, unabhängig davon, wo Sie sie gekauft haben.

Die unterschätzte Brandgefahr durch Lithium-Akkus

Der wichtigste Grund für die getrennte Entsorgung ist heute die Brandgefahr. Lithium-Ionen-Akkus aus Handys, Laptops, E-Zigaretten oder Akku-Werkzeug können sich bei Beschädigung oder Kurzschluss stark erhitzen und in Brand geraten. In Sortieranlagen und Müllfahrzeugen führen falsch entsorgte Akkus jedes Jahr zu Tausenden Bränden. Ein einzelner gequetschter Akku in der Restmülltonne kann genügen. Genau deshalb ist es so wichtig, Batterien und besonders Akkus über die dafür vorgesehenen Sammelstellen zu entsorgen und nicht über den normalen Abfall.

Wo kann man Batterien entsorgen?

Die gute Nachricht vorweg: Batterien entsorgen ist für private Haushalte immer kostenlos und fast überall möglich. Sie müssen keine weiten Wege auf sich nehmen. Die folgende Übersicht zeigt, welcher Batterietyp an welche Sammelstelle gehört.

Infografik Batterien entsorgen: Geräte- und Knopfzellen-Batterien in die Sammelbox im Handel, Autobatterien zum Fachhändler mit Pfand, große Lithium-Akkus und Werkzeugakkus zum Wertstoffhof
Welche Batterie gehört wohin: die drei Wege der richtigen Batterieentsorgung im Überblick.

Sammelboxen im Handel

Die grünen Sammelboxen an der Kasse sind der einfachste Weg. Sie finden sie in Supermärkten wie REWE, Edeka oder Kaufland, bei Discountern wie Aldi und Lidl, in Drogerien wie dm und Rossmann sowie in Bau- und Elektromärkten. Dort werfen Sie leere Geräte-Batterien und Knopfzellen einfach ein. Für den Handel besteht Rücknahmepflicht, Sie brauchen also keinen Kaufbeleg und müssen nichts bezahlen. Praktisch: Wer regelmäßig einkauft, hat immer eine Abgabestelle in der Nähe.

Wertstoffhof und Recyclinghof

Größere Mengen, beschädigte Akkus oder Batterien aus einer Wohnungsauflösung geben Sie am besten am kommunalen Wertstoffhof ab. Dort werden auch Autobatterien, E-Bike-Akkus und Werkzeug-Akkus angenommen, die nicht in die kleinen Handel-Sammelboxen passen. Die Abgabe haushaltsüblicher Mengen ist auch hier kostenlos.

Schadstoffmobil und Bürgerbüros

Viele Städte und Kreise schicken regelmäßig ein Schadstoffmobil durch die Stadtteile, das neben Farben und Chemikalien auch Batterien annimmt. Die Termine finden Sie im Abfallkalender Ihrer Kommune. Zusätzlich bieten manche Rathäuser und Bürgerbüros Sammelboxen an. Gerade bei einer Entrümpelung, bei der viele alte Batterien auf einmal zusammenkommen, lohnt sich ein Blick in den lokalen Abfallkalender.

Batterietypen richtig unterscheiden und entsorgen

Nicht jede Batterie ist gleich. Für die richtige Entsorgung hilft es, die wichtigsten Typen zu kennen, denn Ort und Vorsichtsmaßnahmen unterscheiden sich.

Alkaline- und Zink-Kohle-Batterien

Das sind die klassischen Gerätebatterien in den Größen AA, AAA, C, D und die 9-Volt-Blöcke. Sie stecken in Fernbedienung, Wanduhr, Taschenlampe oder Spielzeug. Diese Batterien geben Sie unkompliziert in jeder Sammelbox im Handel ab. Ein Abkleben ist bei den runden Zellen nicht nötig, bei den 9-Volt-Blöcken empfiehlt es sich jedoch, die Pole mit etwas Klebeband abzudecken, damit sie im Sammelbehälter keinen Kurzschluss verursachen.

Lithium-Ionen-Akkus sicher entsorgen

Wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus stecken in Smartphones, Laptops, Tablets, E-Zigaretten, Akku-Werkzeug und E-Bikes. Sie sind die kritischsten Batterien überhaupt, weil sie bei Beschädigung Feuer fangen können. So gehen Sie auf Nummer sicher.

Infografik Lithium-Akku sicher entsorgen: Pole mit Klebeband abkleben, trocken und getrennt in einem nicht brennbaren Behälter lagern, defekte oder aufgeblähte Akkus separat und zeitnah abgeben
Vier Regeln für den sicheren Umgang mit Lithium-Akkus bis zur Abgabe.

Kleben Sie die Pole und Kontakte mit Klebeband ab, damit kein Kurzschluss entstehen kann. Lagern Sie ausgebaute Akkus bis zur Abgabe trocken und kühl in einem nicht brennbaren Behälter, nicht neben Metallteilen. Aufgeblähte, heiße oder beschädigte Akkus gehören umgehend und getrennt zur Sammelstelle, tragen Sie sie nicht in der Hosentasche. Fest verbaute Akkus geben Sie am besten zusammen mit dem ganzen Gerät als Elektroschrott ab. Größere Akkus von E-Bikes oder Werkzeug nimmt der Fachhandel oder der Wertstoffhof zurück. Wie Sie ein großes Elektrogerät wie eine Waschmaschine entsorgen, lesen Sie in unserem eigenen Ratgeber dazu.

Knopfzellen

Die kleinen runden Zellen aus Uhren, Hörgeräten, Autoschlüsseln und Küchenwaagen enthalten oft Silber oder Lithium und früher auch Quecksilber. Sie sind wertvoll und zugleich problematisch, weil Kinder sie leicht verschlucken können. Sammeln Sie Knopfzellen getrennt und geben Sie sie in der Sammelbox im Handel ab.

Autobatterien und das Pfand

Blei-Säure-Starterbatterien aus dem Auto sind ein Sonderfall. Beim Kauf einer neuen Autobatterie wird ein Pfand von 7,50 Euro erhoben, wenn Sie keine alte Batterie zurückgeben. Bringen Sie die alte Batterie zurück, bekommen Sie dieses Pfand ausgezahlt. Autobatterien nehmen der Kfz-Handel, Werkstätten und der Wertstoffhof an. Wegen der enthaltenen Säure sollten Sie sie aufrecht und unbeschädigt transportieren.

Antriebsbatterien von E-Autos

Die großen Antriebsbatterien von Elektroautos sind nochmals eine eigene Kategorie und gehören keinesfalls in die private Entsorgung. Sie sind schwer, stehen unter Hochspannung und dürfen nur von Fachbetrieben ausgebaut und transportiert werden. Für die Rücknahme sind die Hersteller und Vertragswerkstätten zuständig. Viele Antriebsbatterien erhalten nach dem Fahrzeugleben ein zweites Leben als stationärer Stromspeicher, bevor sie recycelt werden. Wenn Sie ein altes Elektrofahrzeug auflösen, wenden Sie sich für die Batterie immer an eine Fachwerkstatt.

Batterien zu Hause richtig sammeln

Damit das Batterien entsorgen im Alltag einfach bleibt, hilft ein fester Sammelplatz. Stellen Sie ein kleines Gefäß aus Glas, Keramik oder Karton bereit, in dem Sie leere Batterien sammeln, bis sich der Weg zur Sammelbox lohnt. Verwenden Sie bewusst keinen Metallbehälter, denn wenn sich mehrere Batteriepole berühren, kann ein Kurzschluss entstehen. Bewahren Sie den Sammelbehälter trocken, kühl und außer Reichweite von Kindern auf, gerade Knopfzellen sind gefährlich, wenn sie verschluckt werden. Kleben Sie bei 9-Volt-Blöcken und bei Lithium-Akkus vorsorglich die Pole ab. So gesammelt können Sie den Inhalt bei Gelegenheit sicher an einer Sammelstelle abgeben.

Was nach der Rückgabe passiert: Batterie-Recycling

Zurückgegebene Batterien verschwinden nicht einfach, sie werden zu einem großen Teil verwertet. Zunächst sortieren spezialisierte Anlagen die Altbatterien nach chemischen Systemen, etwa Alkaline, Lithium-Ionen oder Blei. Anschließend werden sie mechanisch zerkleinert und die Rohstoffe getrennt. Aus alten Batterien lassen sich Metalle wie Eisen, Zink, Nickel, Kobalt und Blei zurückgewinnen und zu über 90 Prozent wieder in den Kreislauf bringen. Diese Rohstoffe sind wertvoll und in Europa knapp. Jede korrekt entsorgte Batterie spart also Bergbau, Energie und Emissionen. Genau das ist der Grund, warum die getrennte Sammlung so konsequent vorgeschrieben ist: Sie schützt nicht nur vor Schadstoffen, sondern macht die enthaltenen Wertstoffe überhaupt erst nutzbar.

Ausgelaufene Batterien richtig behandeln

Ausgelaufene Batterien erkennen Sie an weißen Kristallen oder einer klebrigen Schicht am Pol. Die austretende Substanz ist ätzend und reizt Haut und Augen. Fassen Sie ausgelaufene Batterien nicht mit bloßen Händen an, ziehen Sie Haushaltshandschuhe an. Legen Sie die Batterie in einen kleinen Beutel und geben Sie sie am Schadstoffmobil oder Wertstoffhof ab. Das Batteriefach des Geräts reinigen Sie vorsichtig mit einem trockenen Tuch, hartnäckige Rückstände lassen sich mit etwas Zitronensäure oder Essig auf einem Wattestäbchen lösen. Danach gründlich trocknen, bevor Sie neue Batterien einsetzen.

Bekommt man für alte Batterien Geld?

Diese Frage wird oft gestellt, und die ehrliche Antwort lautet: für gewöhnliche Gerätebatterien in der Regel nicht. Die Rückgabe ist kostenlos, aber es gibt kein Entgelt. Die einzige klassische Ausnahme ist das bereits genannte Pfand von 7,50 Euro bei Autobatterien. Wer sehr große Mengen Altbatterien oder alte Bleiakkus hat, etwa aus einem Betrieb oder einer Auflösung, kann sie bei einem Schrott- oder Metallhändler abgeben, der für den Bleianteil unter Umständen einen kleinen Betrag zahlt. Für den normalen Haushalt steht aber der Umweltgedanke im Vordergrund, nicht der Verdienst.

Batterien bei Entrümpelung und Haushaltsauflösung

Bei einer Entrümpelung oder einer Haushaltsauflösung kommen oft überraschend viele Batterien und Altgeräte zusammen: die Schublade voller alter Fernbedienungen, das Werkzeug mit ausgelaufenen Zellen, der E-Bike-Akku aus dem Keller. Diese Schadstoffe müssen fachgerecht und getrennt entsorgt werden, was für Privatpersonen schnell aufwändig wird. Als Entrümpelungsunternehmen übernimmt Entvita das für Sie mit. Wir trennen Batterien, Akkus und Elektroschrott sauber vom übrigen Hausrat und führen sie den richtigen Sammelstellen zu. Ob bei einer Entrümpelung Köln, einer Entrümpelung Düsseldorf oder einer Entrümpelung Essen, die Vorgehensweise ist überall dieselbe: umweltgerecht und nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (§ 53 KrWG).

Seit 2010 haben wir über 3.000 Projekte in Nordrhein-Westfalen begleitet, vom kleinen Kellerabteil bis zur kompletten Haushaltsauflösung, ohne einen einzigen Schadensfall und vollständig versichert. Auch bei einer Entrümpelung Dortmund oder Entrümpelung Duisburg ist die fachgerechte Schadstoffentsorgung inklusive. Wie sich die Kosten dafür zusammensetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber zu den Kosten einer Entrümpelung. Und was mit noch brauchbaren Geräten und Wertgegenständen passiert, erklärt unser Beitrag zur Wertanrechnung bei der Haushaltsauflösung.

Häufige Fragen zum Batterien entsorgen

Wo kann man Batterien entsorgen?

Am einfachsten in den Sammelboxen im Handel, also in Supermärkten, Discountern wie Aldi und Lidl, Drogerien wie dm und Rossmann sowie in Bau- und Elektromärkten. Jeder Laden, der Batterien verkauft, muss sie kostenlos zurücknehmen. Größere Mengen und Akkus geben Sie am Wertstoffhof oder Schadstoffmobil ab.

Dürfen Batterien in den Restmüll?

Nein. Batterien und Akkus dürfen weder in den Restmüll noch in die Papiertonne oder den Gelben Sack. Das ist gesetzlich verboten, weil sie Schadstoffe enthalten und Lithium-Akkus Brände auslösen können. Sie müssen immer getrennt über eine Sammelstelle entsorgt werden.

Bekommt man für alte Batterien Geld?

Für normale Gerätebatterien nicht, die Rückgabe ist kostenlos, aber ohne Vergütung. Bei Autobatterien erhalten Sie ein Pfand von 7,50 Euro zurück, wenn Sie die alte Batterie beim Kauf einer neuen abgeben. Sehr große Mengen Bleiakkus können Schrotthändler gegen einen kleinen Betrag annehmen.

Wie entsorgt man Lithium-Akkus sicher?

Kleben Sie die Pole mit Klebeband ab, um Kurzschlüsse zu verhindern, und lagern Sie die Akkus trocken in einem nicht brennbaren Behälter. Beschädigte oder aufgeblähte Akkus geben Sie umgehend und getrennt an einer Sammelstelle oder am Wertstoffhof ab. Große E-Bike- oder Werkzeug-Akkus nimmt der Fachhandel zurück.

Was tun mit ausgelaufenen Batterien?

Fassen Sie sie nur mit Handschuhen an, da die austretende Substanz ätzend ist. Legen Sie die Batterie in einen Beutel und bringen Sie sie zum Schadstoffmobil oder Wertstoffhof. Das Batteriefach reinigen Sie mit einem trockenen Tuch, Rückstände lösen sich mit etwas Zitronensäure.

Wie entsorgt man eine Autobatterie?

Autobatterien geben Sie beim Kfz-Handel, in einer Werkstatt oder am Wertstoffhof ab. Transportieren Sie die Batterie aufrecht und unbeschädigt, da sie Säure enthält. Beim Kauf einer neuen Batterie bekommen Sie das Pfand von 7,50 Euro zurück, wenn Sie die alte mitbringen.

Thomas Lange
Thomas Lange Experte für Entrümpelung, Haushaltsauflösung und nachhaltige Entsorgung. In seinen Beiträgen teilt er praktische Tipps, kreative Ideen und umweltfreundliche Ansätze, um Ordnung zu schaffen und Ressourcen zu schonen. Sein Ziel: Leserinnen und Leser dabei unterstützen, Platz zu schaffen und gleichzeitig einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

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